 Kunstprojekt "Lutherbotschafter" auf dem Wittenberger Markt

Quelle:
www.wittenberg.de 06.09.2010
Am Sonnabend, 14. August 2010, wurde nach sechstägigem Aufbau die mobile Plastik „Martin Luther: Hier stehe ich …“ von Ottmar Hörl auf dem Markt in Wittenberg in Anwesenheit des Künstlers eröffnet. Die Vertreter der Städte Coburg, Eisenach, Eisleben, Erfurt, Magdeburg, Halle, Zeitz, Nordhausen und Göttingen sowie die Gemeinden Muldenstein und Mühlbeck, erhielten während der Vernissage „ihre“ Luther-Figur.
Die Installation besteht aus 800 Luther-Figuren, Nachbildungen der berühmten Statue Martin Luthers, die der Bildhauer Johann Gottfried Schadow zu Beginn des 19. Jahrhunderts schuf. Das Grundgerüst bildet ein Raster aus Latten, die auf dem Markt montiert werden. Im zweiten Schritt werden die Luther-Figuren, die in den Farben Purpurrot, Kobaltblau, Dunkelgrün und Schwarz gefertigt wurden, an den Kreuzungspunkten der Lattung fixiert. Die Plastik von Ottmar Hörl bleibt bis zum 12. September 2010 jedermann zugänglich und wird anschließend abgebaut. Die Figuren können für einen Preis von 250,00 EUR erworben werden.
Professor Ottmar Hörl, Präsident der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, lebt und arbeitet in Wertheim (Baden-Württemberg). Seit 1978 realisierte er national und international zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen sowie Projekte im öffentlichen Raum. Er sagt: „Ich multipliziere mit diesem Projekt Luthers Präsenz. Das mobile Luther-Denkmal wird zum Botschafter für die Lutherdekade und verbindet Wittenberg mit der ganzen Welt.“
Die Stadt Wittenberg unterstützt die vom EKD-Projektbüro „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“ angeregte Kunstinstallation. Sie wird ausschließlich privat finanziert und findet im Rahmen der Lutherdekade statt. Die Lutherdekade wurde im Herbst 2008 ausgerufen und soll auf das 2017 anstehende Jubiläum hinweisen: dann ist es exakt 500 Jahre her, dass Martin Luther seine 95 Thesen veröffentlichte und so die Reformation auslöste.
 "Zug der Erinnerung" - Gegen das Vergessen

Der „Zug der Erinnerung“ machte auch auf dem Wittenberger Bahnhof Station! Er hält an den Bahnhöfen in Deutschland, von denen man während der NS-Zeit jüdische Kinder, Sinti und Roma sowie Kinder von Eltern, die das Nazi-Regime bekämpften, auf ihre letzte Reise in die Vernichtungslager nach Osten schickte.
Auch wir Schüler der 12. Klasse des Luther- Melanchthon-Gymnasiums waren auf dem Wittenberger Bahnhof im „Zug der Erinnerung“, sahen Dokumente und Aufnahmen, die von den Verschleppten geblieben sind! Für uns bedrückende Dokumente: Fotos lachender Kinder in der Schule mit Freunden, mit ihren Eltern und Geschwistern – und Fotografien der Stationen ihres letzten Weges in den Tod.
Damit sind auch für uns diese Eindrücke im „Zug der Erinnerung“ Mahnung gegen das Vergessen!

 Exkursion nach Wörlitz

Auch in diesem Jahr fuhren wieder alle 8. Klassen in den Wörlitzer Park, der auch als „Grünes Lehrbuch der Aufklärung“ bezeichnet wird . Damals, wie heute sollten die Menschen sich im Park entspannen und von der Natur lernen. Schon zu Zeiten des Fürsten Franz von Anhalt –Dessau, der in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts den Park errichten lies, war der Eintritt kostenlos.
Bei der Führung wurde das Motto“ das Schöne mit dem Nützlichem verbinden“ mehr als deutlich. Zum Beispiel schön wachsende Nutzpflanzen, wie die Kartoffel auf den Feldern im Park. Dieses Feld war leider schon abgeerntet.
Alle 8.Klassen wissen, wovon die Rede ist, wenn es um das Thema Wörlitz im Geschichtsunterricht geht. Alle 5. – 7. Klassen werden es noch erfahren. Aber alle Klassen werden auch das Vergnügen haben, eine Arbeit im Anschluss an die Exkursion anfertigen zu dürfen ,die entweder wie in diesem Jahr eine Zeitung oder die Jahre davor ein Plakat, ein Infoblatt oder ein Vortrag waren.
Dieses Jahr war das Wetter bei den meisten Klassen gnädig, es regnete nicht .
So hat uns dieser Tag in Wörlitz Spaß gemacht. Keine Schule, dafür aber viele neue Eindrücke vom Park und Schloss gewonnen, wie zum Beispiel am Warnstein (links im Bild) oder (unten im Foto) am Wurzelhäuschen.
 "Drei Kastanien-Verlag"

...Gerhart Böttcher stellte sein Tagebuch eines Luftwaffenhelfers und Kriegsgefangenen 1944-1945 " vor, welches im Drei-Kastanien-Verlag erschienen ist. Es nahmen alle Schüler der 10.Klassen im Rahmen des Geschichtsunterichtes an dieser Veranstaltung teil. Sie folgten eine Zeitstunde den Ausführungen des damaligen Schülers des Melanchthon-Gymnasiums. Thematisiert wurden Luftalarme, Alltag der Zivilbevökerung, die drohende Niederlage der Wehrmacht und vieles mehr.

"Zeitensprünge"

 |  |  Jugendgeschichtstag in Halle
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Diszipliniert und angepasst, Jugend in der DDR
Mit diesem Thema setzten wir uns auseinander. Im Januar werden wir unsere Arbeitsergebnisse auch in der Schule präsentieren.
In den vergangenen Wochen haben wir uns im Rahmen des Geschichtsprojektes „Zeitensprünge“ intensiv mit der Befragung von Zeitzeugen über die siebziger und achtziger Jahre beschäftigt. Im Folgenden analysieren wir die geführten Interviews unter bestimmten Gesichtspunkten. Hi
Im Haus der Geschichte führten wir das erste Gespräch mit
Herrn Thomas Glaubig, welcher im Jahre 1957 in Lutherstadt Wittenberg geboren wurde. Durch die christliche Erziehung seiner Eltern und seiner Antihaltung gegen die FDJ wurden ihm viele Steine in den Weg gelegt. So wurde er zum Beispiel nicht zum Abitur zugelassen, obwohl er der Zweitbeste seiner Klasse war. Selbst in seine Stasiakte durften wir Einsicht nehmen.
Unser zweiter Zeitzeuge, Herr Wolfram Hellwig, erzählte uns allerlei Geschichten von den gelegentlichen Besuchen bei seinen Westverwandten und von seiner Vorliebe für Waffen. Wie durften uns einige Originale, darunter Schallplatten und Einwegdosen, ansehen.
Neben diesen Interviews befragten wir auch privat unsere Familien.
Herr Jack Mentz, Sohn eines Polizisten und einer Lehrerin, berichtete über seine Erfahrungen in einer Familie zu leben, die eng mit dem Staat verbunden war. Zum Beispiel durfte er zu Hause kein Westfernsehen anschauen, nur gelegentlich hörte er bei seinen Großeltern den „Schlager der Woche“ im Radio.
Das Ehepaar Metzner dagegen erzählte viel von den Problemen ihrer Kinder in der Schule, welche diese in der betrachteten Zeit besuchten. Da Herr Metzner Pfarrer war, wurden ihnen viele Steinen in den Weg gelegt.
Auch unsere Eltern, Großeltern, Trainer und Lehrer gaben bereitwillig Auskunft, so dass wir uns ein vielseitiges Bild dieser Zeit machen konnten.
Durch die Erfahrungen unserer Befragten konnten wir selbst Erkenntnisse für uns gewinnen. Auf Grund der vielseitigen Schilderungen lernten wir die Vergangenheit aus den verschiedensten Sichtweisen kennen.
Wir bedanken uns bei den Interviewten für ihre Zeit, Offenheit und Mühe.
Maria Ahnicke 12a
 Treffen mit Zeitzeugen

Treffen mit Herrn Wiener (82 Jahre) am 27.09.2009 im Rahmen des Geschichtsunterrichtes mit Frau Tischer. Ausführliche Berichte folgen. Die Fotos sind von Christian Wegert.  Geheimdienstmann plaudert aus dem Nähkästchen

Michael Moar, Überlebender des Holocaust und später Agent beim israelischen Mossad sprach in unserem Gymnasium über sein Leben.
Michael Moar war vermittelt durch die Flick-Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz. Der Zeitzeuge berichtete am 31.08.2009.
Er berichtet über seine Familie, seine Flucht und die furchtbaren Erlebnisse des Holocaust.
Unseren Schülern wurden viele Fragen beantwortet.
Ausführliche Berichte folgen. 
Letzte Änderung: 18:08 10.11.2009
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